Innradweg (bayerischer Abschnitt)

Innradweg (bayerischer Abschnitt)

Last updated: April 17, 2026


Quick Answer

Der Innradweg (bayerischer Abschnitt) führt dich auf rund 215 Kilometern entlang des Inn von der deutsch-österreichischen Grenze bei Kufstein bis nach Passau, wo der Inn in die Donau mündet. Die Route ist größtenteils gut ausgebaut, familienfreundlich und lässt sich in 3 bis 5 Tagen bequem radeln. Sie zählt zu den beliebtesten Flussradwegen Deutschlands und begeistert mit einer Mischung aus Alpenvorland, historischen Städtchen und beeindruckenden Flusslandschaften.


Key Takeaways 🚴

  • Streckenlänge: ca. 215 km (bayerischer Abschnitt, Kufstein bis Passau)
  • Empfohlene Reisedauer: 3–5 Tage für Genussradler, 2 Tage für sportliche Fahrer
  • Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel, überwiegend flach mit einzelnen Steigungen
  • Geeignet für: Familien, Einsteiger, Genussradler und Tourenfahrer
  • Highlights: Wasserburg am Inn, Rosenheim, Mühldorf, Altötting, Passau
  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober, Hochsaison Juli/August
  • Wegbeschaffenheit: überwiegend asphaltiert oder befestigt, teils Schotterpassagen
  • An- und Abreise: sehr gut per Bahn möglich (Kufstein und Passau beide am Netz)
  • Parkplätze: in Kufstein, Rosenheim und Passau vorhanden, aber Bahn ist empfehlenswert
  • Verpflegung: durchgehend gute Infrastruktur mit Gasthäusern, Bäckereien und Supermärkten

Was erwartet dich auf dem Innradweg (bayerischer Abschnitt)?

Der Innradweg (bayerischer Abschnitt) ist einer der schönsten Flussradwege Bayerns. Er beginnt an der Grenze zu Österreich bei Kufstein und folgt dem Inn durch das bayerische Alpenvorland bis nach Passau, der Drei-Flüsse-Stadt.

Die Strecke bietet eine abwechslungsreiche Mischung:

  • Alpenkulisse im ersten Abschnitt zwischen Kufstein und Rosenheim
  • Weite Flussauen mit Kiesbänken und Auenwäldern zwischen Rosenheim und Mühldorf
  • Historische Altstädte wie Wasserburg am Inn und Altötting
  • Dramatische Flusslandschaft im letzten Abschnitt vor Passau

💬 „Wer den Inn entlangfährt, erlebt Bayern von seiner ruhigsten und schönsten Seite.“

Die Route ist offiziell ausgeschildert und folgt dem EuroVelo-Korridor EV13 auf Teilabschnitten. Du wirst selten auf stark befahrenen Straßen radeln – das ist ein großer Pluspunkt gegenüber vielen anderen Radrouten.


Wie lange dauert die Tour und wie planst du die Etappen?

Für die meisten Radler ist eine Planung von 3 bis 5 Tagen ideal. Sportliche Fahrer schaffen die 215 km auch in 2 Tagen, aber dann verpasst du die schönsten Orte am Wegesrand.

Hier ist eine bewährte 4-Tages-Etappeneinteilung:

TagStartZielDistanz (ca.)Charakter
1KufsteinRosenheim55 kmAlpenvorland, leichte Steigungen
2RosenheimWasserburg am Inn40 kmFlussschleifen, malerisch
3WasserburgMühldorf / Altötting50 kmFlach, Auenlandschaft
4MühldorfPassau70 kmWeite Flussebene, Finale

Tipp: Wer mehr Zeit hat, legt in Wasserburg am Inn einen Ruhetag ein. Die mittelalterliche Altstadt liegt auf einer Halbinsel im Inn und ist absolut sehenswert.

Wähle 5 Tage, wenn du:

  • Familien mit Kindern dabei hast
  • viele Sehenswürdigkeiten besichtigen möchtest
  • lieber entspannt fährst (ca. 40–50 km pro Tag)

Wähle 3 Tage, wenn du:

  • konditionsstark bist und lange Etappen gewohnt bist
  • die Strecke als sportliche Herausforderung siehst
  • wenig Urlaubszeit hast

Für wen ist der Innradweg (bayerischer Abschnitt) geeignet?

Der Innradweg (bayerischer Abschnitt) ist für ein breites Publikum geeignet. Die Route ist überwiegend flach, gut ausgeschildert und bietet eine dichte Infrastruktur.

Gut geeignet für:

  • 🚴 Familien mit Kindern ab ca. 8 Jahren (auf flachen Abschnitten)
  • 🧳 Radreise-Einsteiger, die ihre erste mehrtägige Tour planen
  • 🌿 Genussradler, die Natur und Kultur verbinden möchten
  • 👴 Ältere Radfahrer, auch mit E-Bike

Weniger geeignet für:

  • Rennradfahrer, die ausschließlich Tempo suchen (Untergrund teils grob)
  • Mountainbiker (zu wenig technische Herausforderung)
  • Radler, die keine Schotterpassagen mögen (einige Abschnitte sind unbefestigt)

E-Bike-Hinweis: Mit einem E-Bike ist die Tour noch entspannter. Lademöglichkeiten findest du in den meisten Unterkünften entlang der Strecke. Frag beim Buchen explizit nach einer Steckdose oder einem Ladeschrank.

Häufiger Fehler: Viele Einsteiger unterschätzen die Gesamtdistanz und buchen zu wenig Übernachtungen. Plane lieber einen Tag mehr ein – du wirst ihn nicht bereuen.


Was gibt es entlang der Strecke zu entdecken?

Die Strecke ist voll mit Highlights. Hier sind die wichtigsten Stopps, die du nicht verpassen solltest:

Kufstein (Startpunkt)

Kufstein liegt zwar in Österreich, ist aber der klassische Startpunkt des bayerischen Abschnitts. Die mächtige Festung Kufstein thront über der Stadt. Lohnt sich als Auftakt-Besichtigung vor dem Start.

Rosenheim

Rosenheim ist die größte Stadt auf der Route. Die Max-Josefs-Platz-Altstadt mit ihren Laubengängen ist typisch bayerisch. Gute Auswahl an Restaurants und Radgeschäften – ideal für einen Zwischenstopp oder eine Übernachtung.

Wasserburg am Inn ⭐

Wasserburg ist das absolute Highlight der Route. Die Altstadt liegt auf einer engen Halbinsel, die der Inn fast vollständig umschließt. Mittelalterliche Bürgerhäuser, ein beeindruckendes Rathaus und gemütliche Cafés machen diesen Ort unvergesslich.

Altötting

Altötting ist das bedeutendste Marienwallfahrtsziel Bayerns. Die Gnadenkapelle auf dem zentralen Kapellplatz zieht jährlich Hunderttausende Pilger an. Auch für Nicht-Religiöse ein kulturell faszinierender Ort.

Passau (Ziel)

Passau ist ein würdiges Finale. Die Drei-Flüsse-Stadt, wo Inn, Donau und Ilz zusammenfließen, bietet eine der schönsten Altstädte Bayerns. Der Dom St. Stephan beherbergt eine der größten Kirchenorgeln der Welt.

Innradweg Bayern Routenkarte mit Etappenorten

Wie komme ich zum Startpunkt und wieder zurück?

Die beste An- und Abreise für den Innradweg (bayerischer Abschnitt) ist die Bahn. Kufstein und Passau sind beide direkt an das deutsche und österreichische Bahnnetz angeschlossen, was eine einfache Punkt-zu-Punkt-Reise ermöglicht.

Anreise nach Kufstein (Startpunkt)

  • Aus München: Direktzug ab München Hauptbahnhof nach Kufstein, Fahrzeit ca. 1 Stunde (Bayerische Oberlandbahn / ÖBB)
  • Aus Wien/Innsbruck: Direktzug nach Kufstein über die Brennerbahn
  • Mit dem Auto: A93 Richtung Kufstein, Ausfahrt Kufstein-Nord

Rückreise von Passau

  • Nach München: Direktzug ab Passau Hauptbahnhof, Fahrzeit ca. 2 Stunden (DB Regio)
  • Nach Wien: Direktzug über Linz, Fahrzeit ca. 2,5 Stunden
  • Mit dem Auto: A3 Richtung Regensburg/München

Fahrradmitnahme im Zug: Im Regionalverkehr ist die Fahrradmitnahme gegen ein Ticket möglich. Reserviere in der Hochsaison (Juli/August) deinen Fahrradstellplatz frühzeitig, da die Züge voll sein können.


Wo parke ich, wenn ich mit dem Auto anreise?

Wenn du doch mit dem Auto anreist, gibt es gute Optionen – aber plane etwas voraus.

Parken in Kufstein (Startpunkt)

  • Parkhaus Stadtmitte Kufstein: Tagesgebühr ca. 8–12 Euro (Stand 2026, bitte vor Ort prüfen)
  • Parkplatz am Bahnhof Kufstein: Gut geeignet für mehrtägige Abstellungen
  • Tipp: Frag deine Unterkunft nach einem Parkplatz – viele Hotels bieten kostenfreies Parken für Radreisende an

Parken in Passau (Endpunkt, Auto dort lassen)

Alternativ kannst du dein Auto in Passau abstellen und mit der Bahn nach Kufstein fahren:

  • Parkhaus Römerplatz Passau: Zentrumsnah, Tagessätze variieren
  • Park & Ride Anlage Passau: Günstiger, aber weiter vom Zentrum

Empfehlung: Lass das Auto zuhause und reise komplett mit der Bahn. Das ist stressfreier, günstiger und du musst dir keine Gedanken um mehrtägige Parkgebühren machen.


Was solltest du für die Tour einpacken?

Eine gute Vorbereitung macht den Unterschied zwischen einer entspannten Radreise und einem stressigen Abenteuer.

Ausrüstung:

  • Fahrrad in gutem Zustand (Reifendruck prüfen, Bremsen checken)
  • Fahrradhelm (dringend empfohlen)
  • Flickzeug und Minipumpe
  • Fahrradschloss
  • Wasserdichte Packtaschen oder Fahrradrucksack

Kleidung:

  • Radtrikot und Radhose mit Polster
  • Regenjacke (Wetter in Bayern kann wechselhaft sein)
  • Sonnenschutz und Sonnenbrille
  • Wechselkleidung für Abende in der Stadt

Navigation:

  • GPS-Gerät oder Smartphone mit Offline-Karte (z.B. Komoot oder Outdooractive)
  • Ausgedruckte Karte als Backup (Netz ist in Auenbereichen manchmal schwach)

Verpflegung unterwegs:

  • Trinkflasche (Trinkwasser ist entlang der Route gut verfügbar)
  • Snacks für lange Etappen zwischen Ortschaften
  • Bargeld – viele kleine Gasthäuser akzeptieren keine Karte

Welche Unterkünfte gibt es entlang der Route?

Die Unterkunftsinfrastruktur entlang des Innradwegs (bayerischer Abschnitt) ist sehr gut. Du findest in fast jedem Ort eine Auswahl.

Unterkunftstypen:

  • Gasthöfe und Landhotels: Die klassische Wahl. Günstig, authentisch, oft mit Abendessen
  • B&Bs und Pensionen: Persönlicher, häufig günstiger als Hotels
  • Campingplätze: Mehrere direkt am Inn, ideal für Zeltreisende
  • Jugendherbergen: In Kufstein, Rosenheim und Passau vorhanden

Buchungsempfehlung: Buche in der Hochsaison (Juli/August) mindestens 4–6 Wochen im Voraus. Wasserburg am Inn und Passau sind besonders gefragt.

Fahrradfreundliche Unterkünfte erkennst du oft am Bett+Bike-Siegel des ADFC. Diese Betriebe bieten abschließbare Fahrradabstellmöglichkeiten, Werkzeug und oft auch Lademöglichkeiten für E-Bikes.


Welche Jahreszeit ist die beste für den Innradweg?

Die beste Zeit für den Innradweg (bayerischer Abschnitt) ist von Mai bis Oktober. Jede Jahreszeit hat ihre Vorzüge.

MonatWetterVorteilNachteil
Maimild, 15–20°Cwenig Betrieb, Natur erwachtteils noch kühle Abende
Juniwarm, 20–25°Clange Tage, grüne Landschafterste Touristen
Juli/Augustheiß, 25–30°CHochsaison, alles geöffnetvoll, Unterkunft teuer
Septemberangenehm, 18–24°C⭐ Beste Zeit: ruhig, warm, schönTage kürzer
Oktoberkühl, 10–16°CHerbstfarben, kaum BetriebRegen möglich

Geheimtipp: September ist die beste Zeit. Das Wetter ist stabil, die Touristen sind weniger, die Preise sinken und die Landschaft leuchtet in Herbstfarben.


FAQ: Häufige Fragen zum Innradweg (bayerischer Abschnitt)

Wie lang ist der Innradweg im bayerischen Abschnitt? Der bayerische Abschnitt des Innradwegs ist ca. 215 Kilometer lang und führt von Kufstein an der österreichischen Grenze bis nach Passau.

Ist der Innradweg für Kinder geeignet? Ja, auf den flachen Abschnitten zwischen Rosenheim und Passau ist die Route gut für Familien mit Kindern ab ca. 8 Jahren geeignet. Der erste Abschnitt ab Kufstein hat etwas mehr Höhenunterschied.

Brauche ich ein spezielles Fahrrad? Nein. Ein normales Trekkingrad oder Cityrad reicht für die meisten Abschnitte aus. Ein E-Bike macht die Tour noch entspannter. Rennräder sind auf Schotterabschnitten weniger komfortabel.

Gibt es Gepäcktransport-Services? Ja, mehrere Anbieter in der Region bieten Gepäcktransport zwischen Unterkünften an. Das ist besonders für Familien und ältere Radler empfehlenswert. Frag bei deiner Unterkunft oder beim lokalen Tourismusbüro nach.

Kann ich den Innradweg auch in umgekehrter Richtung fahren? Ja, die Route ist in beide Richtungen möglich. Von Passau nach Kufstein fährst du leicht bergauf (Inn fließt von Kufstein nach Passau), was etwas mehr Kondition erfordert.

Wie gut ist die Ausschilderung? Die Ausschilderung ist auf dem bayerischen Abschnitt insgesamt gut. Trotzdem empfiehlt sich eine digitale Karte (z.B. Komoot), da einzelne Abschnitte weniger klar markiert sind.

Gibt es Fahrradverleih entlang der Route? Ja, in Kufstein, Rosenheim und Passau gibt es Fahrradverleih. Für E-Bikes empfiehlt sich eine Vorausbuchung, besonders in der Saison.

Was kostet die Tour insgesamt? Das hängt stark von deiner Unterkunftswahl ab. Als grobe Schätzung: Mit einfachen Unterkünften (Gasthof, Pension) und normalem Essen kannst du von ca. 80–120 Euro pro Person und Tag ausgehen (Unterkunft, Verpflegung, Eintrittsgelder). Camping ist deutlich günstiger.

Gibt es Steigungen auf der Route? Der Abschnitt von Kufstein nach Rosenheim hat einige moderate Steigungen (Alpenvorland). Ab Rosenheim ist die Route fast durchgehend flach.

Wo finde ich aktuelle Streckensperrungen? Der ADFC Bayern und die jeweiligen Landkreise informieren auf ihren Websites über aktuelle Sperrungen. Auch die App Komoot zeigt nutzergenerierte Hinweise zu Streckenzustand.


Fazit: Dein nächster Schritt zum perfekten Innradweg-Erlebnis

Der Innradweg (bayerischer Abschnitt) ist eine der schönsten und zugänglichsten Radreisen, die Bayern zu bieten hat. Du bekommst Alpenkulisse, mittelalterliche Städte, ruhige Flusslandschaften und eine erstklassige Infrastruktur – alles auf einer gut planbaren Strecke.

Deine konkreten nächsten Schritte:

  1. Termin festlegen: September ist ideal, aber auch Mai, Juni und Juli sind wunderbar.
  2. Etappen planen: Entscheide dich für 3, 4 oder 5 Tage je nach Kondition und Interesse.
  3. Unterkünfte buchen: Frühzeitig buchen, besonders für Wasserburg und Passau.
  4. Bahn-Tickets kaufen: Hin nach Kufstein, zurück von Passau – am besten als Sparticket buchen.
  5. Karte herunterladen: Komoot oder Outdooractive, Strecke offline speichern.
  6. Fahrrad checken: Bremsen, Reifen, Licht – alles fit für die Tour?

Dann nichts wie los. Der Inn wartet auf dich. 🚴‍♀️


Quellen


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