Regental-Radweg

Regental-Radweg

Last updated: April 17, 2026


Quick Answer: Der Regental-Radweg führt dich auf rund 130 Kilometern vom Herzen des Bayerischen Waldes bis zur Welterbestadt Regensburg – entlang des Regen-Flusses, durch malerische Dörfer und vorbei an beeindruckenden Naturlandschaften. Die Tour ist familienfreundlich, gut ausgeschildert und lässt sich bequem in 2 bis 4 Tagen radeln.


Key Takeaways

  • 🚴 Gesamtlänge: ca. 130 km von Bodenmais/Zwiesel bis Regensburg
  • 🗓️ Empfohlene Dauer: 2–4 Tage, je nach Tempo und Stopps
  • 👨‍👩‍👧 Geeignet für: Familien, Einsteiger und erfahrene Radfahrer – dank überwiegend flachem bis leicht hügeligem Gelände
  • 🏰 Highlights: Regensburg (UNESCO-Welterbe), Cham, Roding, Nittenau, Blaibach
  • 🚂 Anreise: Bestens per Bahn möglich – Startbahnhöfe in Bodenmais, Zwiesel oder Cham
  • 🅿️ Parken: Kostenlose Parkplätze in Cham und Regensburg als Start-/Endpunkt
  • 🌤️ Beste Reisezeit: Mai bis Oktober
  • 🍺 Verpflegung: Zahlreiche Gasthäuser und Biergärten direkt am Weg
  • 🗺️ Beschilderung: Durchgehend mit dem offiziellen Regental-Radweg-Symbol markiert
  • 💶 Kosten: Keine Streckengebühren; Unterkunft ab ca. 40–80 € pro Nacht (Schätzwert)

Was ist der Regental-Radweg und warum lohnt er sich?

Der Regental-Radweg ist eine der beliebtesten Flussradrouten in Ostbayern. Er folgt dem Lauf des Flusses Regen vom Bayerischen Wald bis zu seiner Mündung in die Donau bei Regensburg.

Die Route verbindet echte Naturerlebnisse mit Kultur und Geschichte. Du fährst durch dichte Wälder, an ruhigen Flussabschnitten entlang und durch charmante Kleinstädte, die noch nicht vom Massentourismus überlaufen sind. Das macht den Regental-Radweg zu einer ehrlichen Entdeckertour – fernab der überfüllten Radwege an Rhein oder Donau.

Was ihn besonders macht:

  • Naturnahe Streckenführung direkt am Fluss
  • Kaum Autoverkehr auf den meisten Abschnitten
  • Abwechslungsreiche Landschaft: Wald, Wiesen, Felsdurchbrüche
  • Kulturelle Highlights am Ziel: Regensburg gehört seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe

„Der Regental-Radweg ist kein Rennkurs – er ist eine Einladung, langsamer zu werden und Ostbayern wirklich zu erleben.“


Wie lang ist der Regental-Radweg und wie lange brauchst du?

Die Gesamtlänge des Regental-Radwegs beträgt je nach gewähltem Startpunkt zwischen 110 und 130 Kilometern. Die meisten Radfahrer starten in Bodenmais oder Zwiesel und enden in Regensburg.

Empfohlene Etappeneinteilung (3-Tage-Variante):

EtappeStreckeLänge (ca.)Charakter
Tag 1Bodenmais → Chamca. 45 kmLeicht hügelig, waldreich
Tag 2Cham → Nittenauca. 40 kmÜberwiegend flach, Flussauen
Tag 3Nittenau → Regensburgca. 45 kmFlach, zunehmend urban

Wer es gemütlicher mag, plant 4 Tage ein und baut einen Ruhetag in Cham oder Roding ein. Ambitionierte Radfahrer schaffen die Strecke auch in 2 Tagen – das empfehle ich aber nur, wenn du konditionsstark bist und wenig Zeit für Stopps einplanst.

Tipp: Die Höhenmeter sind auf dem Regental-Radweg überschaubar. Der größte Anstieg liegt am Anfang rund um Bodenmais – danach geht es hauptsächlich flussabwärts.


Für wen ist der Regental-Radweg geeignet?

Der Regental-Radweg eignet sich für ein breites Publikum – aber nicht für jeden gleich gut.

Gut geeignet für:

  • Familien mit Kindern ab ca. 8 Jahren (auf der flachen Mittelstrecke)
  • Radtoureneinsteiger, die ihre erste Mehrtagesetappe planen
  • Erholungssuchende, die Natur und Ruhe schätzen
  • Kulturinteressierte, die Regensburg als Ziel ansteuern
  • E-Bike-Fahrer, die das leichte Gelände entspannt genießen wollen

Weniger geeignet für:

  • Rennradfahrer, die hohe Geschwindigkeiten und glatte Asphaltpisten suchen
  • Familien mit sehr kleinen Kindern im Anhänger auf dem hügeligen Startabschnitt
  • Radfahrer, die ausschließlich befestigte Wege bevorzugen (einige Abschnitte sind geschottert)

Entscheide dich für den Regental-Radweg, wenn du eine ruhige, naturnahe Tour suchst, bei der das Ankommen wichtiger ist als das schnelle Fahren.


Was gibt es auf dem Regental-Radweg zu entdecken?

Die Strecke ist gespickt mit Sehenswürdigkeiten, Naturhighlights und kulinarischen Stopps. Hier sind die absoluten Highlights, die du nicht verpassen solltest:

Highlights entlang des Regental-Radwegs

Naturhighlights

  • Regendurchbruch bei Nittenau: Enge Felsschlucht, durch die der Fluss sich zwängt – landschaftlich spektakulär
  • Flussauen bei Roding: Weite Wiesen, Altwässer und Vogelbeobachtungsmöglichkeiten
  • Bayerischer Wald am Start: Dichter Mischwald, frische Luft, Ruhe

Kulturelle Highlights

  • Cham: Historische Altstadt mit dem Marktplatz und der Propsteikirche St. Jakob
  • Roding: Mittelalterliche Stadtmauer und das Heimatmuseum
  • Blaibach: Das moderne Konzerthaus „Konzerthaus Blaibach“ – ein Architekturdenkmal mitten im Dorf
  • Regensburg: Steinerne Brücke (erbaut um 1135), Dom St. Peter, Altstadt als UNESCO-Welterbe

Kulinarische Stopps

  • Gasthäuser in Cham und Roding servieren deftige bayerische Küche
  • In Regensburg lohnt sich ein Besuch der Historischen Wurstküche direkt an der Donau – sie gilt als älteste Bratwurstküche der Welt (seit dem 12. Jahrhundert)
  • Biergärten entlang der Strecke laden zur Pause ein

Tipp: Plane in Regensburg mindestens einen halben Tag extra ein. Die Altstadt allein ist einen eigenen Besuch wert.


Wie komme ich zum Regental-Radweg?

Die Anreise zum Regental-Radweg ist mit der Bahn besonders praktisch, weil du am Ende der Tour einfach wieder nach Hause fahren kannst – ohne Umweg zum Startpunkt.

Anreise per Bahn (empfohlen)

  • Startpunkt Bodenmais/Zwiesel: Erreichbar über die Waldbahn (Linie RE 3) ab Regensburg oder Plattling. Von München fährst du über Plattling nach Zwiesel (ca. 2,5 Stunden).
  • Startpunkt Cham: Direktverbindungen ab Regensburg (ca. 45 Minuten, Linie RE 3).
  • Endpunkt Regensburg: Großer Bahnhof mit direkten ICE- und IC-Verbindungen nach München, Nürnberg und Frankfurt.

Vorteil: Du fährst die Strecke nur in eine Richtung – immer flussabwärts Richtung Regensburg.

Anreise mit dem Auto

  • Von München: A9 Richtung Nürnberg, dann A93 Richtung Regensburg, weiter über die B85 nach Cham (ca. 2 Stunden)
  • Von Nürnberg: A3 Richtung Regensburg, dann B85 nach Cham (ca. 1,5 Stunden)

Wo parke ich am Regental-Radweg?

Wenn du mit dem Auto anreist, gibt es mehrere gute Optionen für Parken am Start- oder Endpunkt.

Parken in Cham (als Startpunkt):

  • Kostenlose Parkplätze am Stadtpark und am Freibad
  • Kostenpflichtige Parkhäuser in der Innenstadt (ca. 1–2 € pro Stunde, Schätzwert)
  • Tipp: Parke am Stadtrand und fahre mit dem Rad direkt auf die Route

Parken in Regensburg (als Endpunkt):

  • Parkhäuser am Hauptbahnhof (kostenpflichtig, gut bewacht)
  • Park-and-Ride-Anlage am Stadtrand empfehlenswert für mehrtägige Aufenthalte
  • Kostenlose Parkplätze in den Außenbezirken (Stadtteile Weichs oder Schwabelweis)

Praktischer Tipp: Wenn du alleine oder zu zweit reist, fahr mit dem Auto nach Regensburg, parke dort und nimm die Bahn zum Startpunkt. So steht dein Auto am Ende der Tour direkt am Ziel.


Welche Ausrüstung brauchst du für den Regental-Radweg?

Für den Regental-Radweg brauchst du keine Spezialausrüstung – aber die richtige Vorbereitung macht den Unterschied.

Das sollte in deinen Packtaschen sein:

  • ✅ Regenponcho oder Regenjacke (Wetter im Bayerischen Wald kann schnell wechseln)
  • ✅ Fahrradkarte oder GPS-App (z. B. Komoot mit der offiziellen Route)
  • ✅ Flickzeug und Luftpumpe
  • ✅ Sonnencreme und Insektenschutz (besonders in den Flussauen)
  • ✅ Ausreichend Wasser (nicht alle Abschnitte haben Einkehrmöglichkeiten)
  • ✅ Schloss für Stopps in Städten

Fahrradtyp:

  • Trekkingrad oder Tourenrad: ideal
  • E-Bike: sehr gut geeignet, Ladestationen in den meisten Unterkünften
  • Rennrad: möglich auf den asphaltierten Abschnitten, aber nicht für die Schotterpassagen

Gepäck: Für eine 3-Tages-Tour reichen zwei mittelgroße Packtaschen. Alternativ bieten viele Unterkünfte einen Gepäcktransfer zwischen den Etappenorten an – das macht die Tour deutlich leichter.


Wo übernachte ich auf dem Regental-Radweg?

Entlang der Strecke gibt es eine gute Auswahl an Unterkünften für jeden Geschmack und jedes Budget.

Übernachtungsoptionen nach Etappenort:

OrtUnterkunftstypPreisklasse (ca.)
BodenmaisHotels, Pensionen, Ferienwohnungen50–100 €
ChamHotels, Gasthöfe, Jugendherberge40–90 €
RodingGasthöfe, Pensionen40–70 €
NittenauKleine Hotels, Pensionen40–70 €
RegensburgHotels aller Kategorien, Hostels50–150 €

Alle Preisangaben sind Schätzwerte pro Nacht/Person im Doppelzimmer (Stand 2026).

Buchungstipp: In der Hauptsaison (Juli/August) und an Wochenenden im Sommer solltest du mindestens 4–6 Wochen im Voraus buchen. Besonders in Regensburg sind gute Hotels schnell ausgebucht.

Wer lieber zeltet: Es gibt vereinzelte Campingplätze entlang der Strecke, zum Beispiel in Cham und bei Nittenau. Wildes Zelten ist in Bayern grundsätzlich nicht erlaubt.


Wann ist die beste Zeit für den Regental-Radweg?

Die beste Reisezeit für den Regental-Radweg ist Mai bis September. In diesen Monaten sind die Tage lang, die Temperaturen angenehm und die meisten Gasthäuser geöffnet.

Monat für Monat:

  • Mai/Juni: Frisches Grün, wenig Touristen, angenehme Temperaturen (15–22 °C). Ideal für ruhiges Radeln.
  • Juli/August: Hochsaison, warm bis heiß, Biergärten voll geöffnet. Früh starten, um der Mittagshitze zu entgehen.
  • September/Oktober: Herbstfarben im Bayerischen Wald, ruhiger, kühler. Einer der schönsten Monate für die Tour.
  • November–April: Nicht empfohlen. Viele Gasthäuser geschlossen, Wege teils schlammig oder vereist.

FAQ: Häufige Fragen zum Regental-Radweg

Ist der Regental-Radweg durchgehend asphaltiert? Nein. Der größte Teil der Strecke ist asphaltiert oder auf festen Schotterwegen geführt. Einige Abschnitte, besonders im oberen Teil bei Bodenmais, sind unbefestigt. Ein Trekkingrad ist daher besser geeignet als ein Rennrad.

Kann ich den Regental-Radweg auch in umgekehrter Richtung fahren? Ja, technisch möglich. Aber da die Route leicht bergab verläuft (von den Höhen des Bayerischen Waldes zur Donau), ist die Richtung Bodenmais → Regensburg deutlich angenehmer.

Gibt es Radverleih entlang der Strecke? Ja. In Regensburg und Cham gibt es mehrere Fahrradverleihe. Einige Anbieter ermöglichen auch eine Einwegmiete. Frag direkt beim Verleih nach dieser Option.

Ist der Regental-Radweg für E-Bikes geeignet? Absolut. E-Bikes sind auf der gesamten Strecke sehr beliebt. Ladestationen findest du in den meisten Hotels und Pensionen. Frag bei der Buchung nach, ob ein Ladepunkt vorhanden ist.

Wie ist die Beschilderung auf dem Regental-Radweg? Die Strecke ist offiziell ausgeschildert und in der Regel gut zu finden. Das offizielle Routensymbol zeigt einen stilisierten Fluss mit Radfahrer. Zusätzlich empfehle ich eine GPS-App wie Komoot als Backup.

Gibt es Steigungen auf dem Regental-Radweg? Der Startabschnitt rund um Bodenmais und Zwiesel hat einige Steigungen. Ab Cham wird die Strecke deutlich flacher. Insgesamt sind die Höhenmeter für eine Flussradroute überschaubar.

Kann ich mein Rad in der Bahn transportieren? Ja. Die Waldbahn und die Bayerische Oberlandbahn transportieren Fahrräder gegen einen kleinen Aufpreis. In der Hauptsaison empfiehlt sich eine Reservierung des Fahrradstellplatzes.

Wie lange ist der Regental-Radweg genau? Je nach Startpunkt zwischen 110 km (ab Cham) und ca. 130 km (ab Bodenmais/Zwiesel) bis Regensburg.

Gibt es Kinderwagen- oder Rollstuhlabschnitte? Die flachen Abschnitte zwischen Cham und Regensburg sind gut befestigt und für Lastenräder oder Fahrradanhänger geeignet. Für Rollstühle ist die Strecke nicht offiziell ausgewiesen.

Was kostet die Tour insgesamt? Als grobe Schätzung: 3 Übernachtungen (ca. 150–250 €), Verpflegung (ca. 30–50 € pro Tag), Bahn-Anreise (ca. 20–50 €). Gesamtbudget für 3 Tage: ca. 250–450 € pro Person. Diese Zahlen sind Schätzwerte und können je nach Unterkunftswahl stark variieren.


Fazit: Dein nächster Schritt zum Regental-Radweg

Der Regental-Radweg ist eine der schönsten und zugänglichsten Radtouren in Bayern. Er verbindet Natur, Kultur und Entspannung auf eine Weise, die weder überwältigend noch langweilig ist – einfach genau richtig.

Deine konkreten nächsten Schritte:

  1. Route auf Komoot laden: Suche nach „Regental-Radweg“ und lade die offizielle Route herunter.
  2. Etappen planen: Entscheide, ob du 2, 3 oder 4 Tage einplanst – und buche Unterkünfte frühzeitig.
  3. Bahn buchen: Kaufe dein Ticket zum Startbahnhof (Bodenmais, Zwiesel oder Cham) und plane die Rückfahrt ab Regensburg.
  4. Ausrüstung checken: Regenponcho, Flickzeug, Karte – fertig.
  5. Losfahren: Am besten früh morgens starten, um die schönsten Lichtmomente am Fluss zu erleben.

Der Regental-Radweg wartet auf dich – und ich verspreche dir: Du wirst nicht enttäuscht sein. 🚴‍♂️


Quellen


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